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Sprechstunde Arbeits-, Zivil- und Patientenrecht

Sprechstunde Arbeits-, Zivil- und Patientenrecht

Die LV Selbsthilfe Berlin bietet in ihrer Geschäftsstelle eine kostenlose Sprechstunde zu Fragen des Arbeitsrechts, des Sozialrechts, des allgemeinen Zivilrechts sowie der Patientenrechte an.

Die Sprechstunde wird von Rechtsanwältin Dr. Elisabeth Hlawenka einmal monatlich nach vorheriger Terminabsprache durchgeführt.

Anmeldung unter:
Telefon: 030 / 27 59 25 25
Fax: 030 / 27 59 25 26
E-Mail: info@lv-selbsthilfe-berlin.de

Selbsthilfeförderung der Krankenkassen

Der GKV-Spitzenverband hat am 17. Juni 2013 die Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20c SGB V vom 10. März 2000 neu beschlossen.
Sie sind in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene sowie den maßgeblichen Spitzenorganisationen der Selbsthilfe entstanden.
Mit der Neufassung soll die Selbsthilfeförderung in Deutschland transparenter werden, um die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppen- und -einrichtungen und den Krankenkassen weiter zu stärken.

Ein wichtiges Anliegen der Förderung ist es, Selbsthilfestrukturen und -aktivitäten zu unterstützen, die für Betroffene leicht zugänglich sind und die sich durch eine neutrale und unabhängige Ausrichtung auszeichnen.
Der Qualität und der Transparenz der durch das Selbsthilfeprinzip geprägten Angebote kommt eine hohe Bedeutung zu. Denn Fördermittel sollen effektiv zum Nutzen chronisch kranker sowie behinderter Menschen und ihrer Angehörigen eingesetzt werden und gesundheitlich relevante Wirkungen entfalten.

Die Selbsthilfeförderung der GKV unterstützt damit auch den Grundgedanken der Inklusion als Leitbegriff der UN-Behindertenrechtskonvention.

Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfekontaktstellen auf regionaler Ebene sowie auf Landesebene können Anträge auf Förderung durch die Krankenkassen stellen.

Detaillierte Informationen zur Selbsthilfeförderung der Krankenkassen finden Sie im barrierefreien Leitfaden zur Selbsthilfeförderung (PDF, 1,3 MB) – Grundsätze des GKV-Spitzenverbandes zur Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20c SGB V vom 10. März 2000 in der Fassung vom 17. Juni 2013.

Weitere Informationen zur Förderung von Selbsthilfegruppen gemäß § 20 c SGB V durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) entnehmen Sie bitte dieser Präsentation der AOK Nordost: 2015 Vortrag Selbsthilfeförderung (PDF)

Die Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen
unterteilt sich in zwei Förderarten:

Tipps zur Antragstellung

  • Das Abgabedatum zur Pauschalförderung der Krankenkassen ist spätestens der 31. Januar des Förderjahres für welches der Antrag gestellt wird. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Ihr Antrag auf Pauschalförderung bereits zum Ende des vorhergehenden Jahres bei der Krankenkasse eingegangen ist.
    Beispiel: Sie beantragen Pauschalförderung bei der AOK für das Förderjahr 2016. Geben Sie Ihren Antrag spätestens zum 31.01.2016 ab, optimal wäre bis 31.12.2015.
  • Ansprechpartner der Kassen zur Pauschalförderung für 2017 (Ansprechpartner_Berlin_Projektfoerderung_2017, PDF)
  • Das Abgabedatum des Antrages auf Krankenkassenindividuelle Projektförderung ist bei jeder Krankenkasse unterschiedlich. Bitte erkundigen Sie sich direkt bei der Krankenkasse nach der Abgabefrist für das aktuelle Förderjahr.
  • Haben Sie Ihren Antrag und Anlagen vollständig ausgefüllt und notwendige Anlagen beigefügt, erstellen Sie sich eine Kopie für Ihre eigene Ablage. Sie können so Ihre Antragstellung auch im Nachhinein gut nachvollziehen und auch in Folgejahren auf Ihre Angaben zurückgreifen.
  • Weitere Informationen zu den Selbsthilfeförderungen finden Sie sowohl auf der Internetseite des GKV Spitzenverbandes als auch bei SEKIS

Definitionen

  • Selbsthilfegruppen
    Unter gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen werden freiwillige Zusammenschlüsse von betroffenen Menschen verstanden, deren Aktivitäten sich auf eine gemeinsame Bewältigung eines bestimmten Krankheitsbildes, einer Krankheitsfolge und/oder auch psychischer Probleme richten, von denen sie entweder selbst oder als Angehörige betroffen sind. Sie werden nicht von professionellen Mitarbeitern (z. B. Ärzten, anderen Gesundheits- oder Sozialberufen) geleitet. Dies schließt eine gelegentliche Hinzuziehung von Experten zu bestimmten Fragestellungen nicht aus.
  • Selbsthilfeorganisationen
    Unter Selbsthilfeorganisationen werden gesundheitsbezogene Zusammenschlüsse von Selbsthilfegruppen auf Landes- oder Bundesebene verstanden, die auf ein bestimmtes Krankheitsbild oder eine gemeinsame Krankheitsfolge ausgerichtet sind und die im Vergleich zu Selbsthilfegruppen meist größere Mitgliederzahlen aufweisen.
  • Selbsthilfekontaktstellen
    Unter Selbsthilfekontaktstellen werden überwiegend örtlich oder regional arbeitende professionelle Beratungseinrichtungen mit hauptamtlichen Mitarbeitern zur Unterstützung der Selbsthilfegruppen verstanden.

Haben Sie Fragen zur Selbsthilfeförderung der Krankenkassen?

Die Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin berät Sie dienstags zwischen 10 und 14 Uhr oder nach telefonischer Absprache.