Projekte Pflege Digital

Digitale Hilfsmittel für Betroffene und Angehörige 30.11.16

 

 

Programm, Referentinnen und Aussteller
Programm als PDF 49 KB

 

Prof. Birgit Wilkes, TH Wildau

Selbstbestimmt und sicher wohnen – kann Technik helfen. Altersgerechtes, technisch unterstütztes Leben:
vernetzte Geräte in einer Wohnumgebung. Selbstlernende Systemlösungen und technikunterstützte Dienstesowie offener Technologieansatz, nachrüstbar im Bestand.
Homepage Prof. Wilkes TU Wildau 
Vortrag als PDF 2 MB

Online-Pflegekurs Demenz

Erstmals können sich pflegende Angehörige und Ehrenamtliche jetzt online Unterstützung bei der Pflege holen: In dem interaktiven Online-Pflegekurs werden grundlegende Kenntnisse für die Pflege von demenzkranken Menschen vermittelt. In sechs Themenbereichen zeigt der Onlinekurs die wich-tigsten Informationen und praktisches Wissen zum Thema Demenz. Pflegende und Angehörige kön-nen jederzeit und überall auf Expertentipps und zahlreiche Beispiele aus der Praxis zugreifen und einen Experten kontaktieren. Der Kosten des Kurses können von der Pflegekasse erstattet werden. 
Unternehmen: Töchter & Söhne Gesellschaft für digitale Helfer mbH, Ansprechpartnerin: Elisabeth Rother Mail: rother@toechtersoehne.de 
Homepage: https://toechtersoehne.com/ Produkt: https://demenz-spezial.de/

Ermündigungswohnung von OTB als Beispiel selbstbestimmten Wohnens

In Berlin-Marzahn ist seit 2014 eine einzigartige Musterwohnung in Kooperation mit 44 Partnern aus Forschung, Industrie und Dienstleistung zu besichtigen, in der 88 den Alltag erleichternde Assistenz-systeme installiert sind. Diese erste „Ermündigungswohnung“ zeigt Anwendungen, die das Leben in den eigenen vier Wänden komfortabler und sicherer machen und so ein möglichst langes und auto-nomes Leben in der gewohnten Wohnumgebung ermöglichen. Auf einer Gesamtwohnfläche von 140 Quadratmetern wird eine klassische Wohnsituation dargestellt – mit Wohn-, Schlaf- und Badezimmer sowie Flur, Küche und WC. Alle dort installierten technischen Komponenten und Funktionen sind be-reits auf dem Markt erhältlich. Die Ermündigungswohnung kombiniert neueste Technik, wie beleuchte-te Sockelleisten, die mit einem Funkschalter oder Bewegungsmelder gekoppelt sind und nachts bei-spielsweise den Weg ins Bad ausleuchten, selbstlernende Heizungs- und Lüftungssysteme, selbst-ausschaltenden Herde oder Wasserflusssensoren, die eine Meldung an Angehörige oder die Pflege-zentrale auslösen, wenn z.B. über einen längeren Zeitraum kein Wasser entnommen wird. Verschie-dene Unterstützungsszenarien werden in dieser Musterwohnung visualisiert, und können je nach Be-darf „auf Zuwachs“ mit eingeplant werden. Dies beinhaltet auch klassische Hilfsmittel und Alltagshil-fen. So können eigenständige Entscheidungen bei wachsender Hilfs- und Pflegebedürftigkeit gemein-sam mit den Angehörigen und Pflegekräften hinsichtlich sinnvoller technischer Umrüstungen getroffen werden. Das Konzept und ein Modell mit ausgewählten Funktionen werden in der Ausstellung und in einem Vortrag vorgestellt.
Unternehmen: OTB GmbH Telefon 0800-800 48 44
Referent: Mario Fischer Ansprechpartner: Sebastian Hesse E-Mail s.hesse@ermuendigung.de
Web-Auftritt: www.ermuendigung.de

Angehörigen-App von IBM

Der größte Teil der Last in der häuslichen Pflege ruht auf den Schultern der Angehörigen. Die Ange-hörigen-App der IBM erleichtert das Tragen dieser Last, indem sie die Angehörigen untereinander und mit der Wohnung des Pflegebedürftigen vernetzt. Im Notfall wird der Angehörige über die App benach-richtigt und aktiviert. Das schafft mehr Sicherheit für Angehörige und Pflegebedürftige und das auch dann, wenn der Angehörige sich einmal nicht vor Ort um die zu pflegende Person kümmern kann. Die Angehörigen-App bildet im Versorgungsansatz Ermündigung die Schnittstelle zwischen der Technik im häuslichen Umfeld und den Angehörigen und Unterstützern im Hintergrund. Jeder Mensch möchte selbstbestimmt leben – auch im Alter oder mit einer Behinderung. Von anderen abhängig zu sein kann sich manchmal wie eine Art der Entmündigung anfühlen. Ermündigung möchte daher jede und jeden ermutigen und befähigen, ein eigenständiges Leben zu führen. Ermündigung ist ein ganzheitlicher Versorgungsansatz. Er umfasst nicht nur das, was allgemein mit „Ambient Assisted Living“ beschrie-ben wird, also technische Unterstützungssysteme im häuslichen Umfeld. Vielmehr sind damit auch alle unterstützenden Hilfsmittel und Dienstleistungen gemeint, die Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit Behinderung das Leben in den eigenen vier Wänden komfortabler, sicherer und im Idealfall autark machen. Ermündigung ist also ein Lösungsansatz für ein längeres und selbstbestimm-tes Leben zu Hause.
Referent: Dr. Oliver Hüfner, Associate Partner, IBM Global Business Services Vortrag als PDF 500 KB

HINT – die smarte Erinnerungsfunktion

HINT ist ein smartes Umgebungs-System, das bei Vergesslichkeit und altersbedingtem Gedächtnis-verlust hilft. Wenn relevante Tätigkeiten anstehen, wie Medikamenteneinnahme, erinnern die digital vernetzten Knöpfe von HINT mit Licht- und Tonsignalen. Man kann seinen Fortschritt online verfolgen, automatische Updates an Familie oder Pflegepersonal schicken. HINT ist ein Startup in der frühen Phase und verfügt über erste Prototypen. c/o IXDS GmbH 
Referentin: Bryony Cooper E-Mail: bryony.cooper@ixds.com
Homepage: www.hintathome.com

HandHelp und HIERON – barrierefreie Notruf-App

HandHelp ist ein barrierefreies Notrufsystem auch für gehörlose Menschen und Menschen, die die Landessprache nicht sprechen. Diese barrierefreie App macht es Menschen leichter, die für sie notwendige Hilfe schnell zu erreichen. Per GPS-Ortung, GSM oder WLAN werden Standorte ausfindig gemacht, Alarm an Vertrauenspersonen kann ausgelöst werden, Foto- und Tondokumentation können Umgebungssituationen zeigen. Notrufe können mit einem einzigen Fingerdruck per SMS, E-Mail, Fax, FTP, WhatsApp oder Videotelefonie ausgelöst werden. Der Alarm an die Leitstelle kann manuell oder direkt erfolgen. Mit dem angeschlossenen HIERON Projekt können sich Gehörlose in einem Druck auf das Smartphone zu einer Gebärdensprach-Dolmetscherzentrale verbinden lassen und ihr Problem schildern (z.B. gesundheitlicher Notfall, Unfall, Gewalterfahrung). Die Mitarbeiter_innen der Zentrale verständigen je nach Problemlage die Rettungsdienste oder zuständigen Stellen. Sie können schnell zusätzliche Informationen weitergeben. So gelingt eine barrierefreie Kommunikation, um schnelle Hilfe zu gewährleisten. Kontakt: Steffen Helbing, steffen.helbing@zfk-bb.de / Andreas Muchow, muchow@app-sec.de  Vortrag als PDF 1,8 MB
Homepage: www.hieron.org   www.notruf-app.eu
YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=dn91kpeTYY4

Für die Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e.V.  Gerlinde Bendzuck