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Behindertenpolitische Herausforderungen in der neuen Legislaturperiode – Wege zur Nichtdiskriminierung als Maßstab

Presemitteilung der BAG-SELBSTHILFE anlässlich des Welttag der Menschen mit Behinderung

Berlin, 30. November 2017. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung appelliert Hannelore Loskill, Sprecherratsvorsitzende des Deutschen Behindertenrates und Vorstandsvorsitzende der BAG SELBSTHILFE, an die gesellschaftliche, politische sowie rechtliche Verpflichtung, die Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen und Wege zur Nichtdiskriminierung als Maßstab für gleichwertige Lebensbedingungen umzusetzen.

„Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und mit zahlreichen Gesetzgebungsvor-haben der letzten Jahre wurde das Ziel verfolgt, die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland zu stärken. Selbstbestimmung und Teilhabe sollten über einen viel beschriebenen Paradigmenwechsel erreicht werden“, erläutert Hannelore Loskill, Sprecherratsvorsitzende des Deutschen Behindertenrates und Vorstandsvorsitzende der BAG SELBSTHILFE.

Zwar verbietet das Grundgesetz in Artikel 3 jede Form der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Gleichwohl sind Diskriminierungen für Menschen mit Behinderung gegenwärtig in vielen Lebensbereichen wie Arbeit, Freizeit, Bildung, Medien oder im Bereich der demokratischen Selbstbestimmung Realität.

Entsprechend besteht auch in der neuen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages dringender Handlungsbedarf, „Wege, Maßnahmen und Strategien zur Nichtdiskriminierung als Maßstab in den Alltag und die Lebensbereiche von Menschen mit Behinderung nachhaltig umzusetzen“, so Hannelore Loskill. Die aktuellen Forderungen des Deutschen Behindertenrates unterstreichen dies. 

Im Rahmen der Welttagsveranstaltung des Deutschen Behindertenrates am 30. November 2017 übernimmt der Sozialverband Deutschland e.V. turnusgemäß für ein Jahr den Vorsitz des Deutschen Behindertenrates (DBR) von der BAG SELBSTHILFE.